Claudia Weber und Sebastian Walter in Rochlitz zu Kreisvorsitzenden gewählt

Die mittelsächsischen Grünen haben auf ihrer Mitgliederversammlung am Wochenende in Rochlitz einen neuen Kreisvorstand gewählt. Mit großer Mehrheit votierten die rund 30 anwesenden Mitglieder für die 40-jährige Wirtschaftsingenieurin Claudia Weber aus Großschirma und den 30-jährigen Verkehrswissenschaftler Sebastian Walter aus Niederwiesa. Beide werden den 102 Mitglieder starken Kreisverband nun als Doppelspitze führen. 
Zum neuen Kreisvorstand der Bündnisgrünen gehören zudem Renate Sauer aus Hainichen, Christin Zingelmann aus Freiberg, Johanna Albrecht aus Burgstädt sowie Markus Scholz und Johannes Brink aus Freiberg. Der neue Vorstand wolle Impulse setzen und über die neue Grünen-Kreistagsfraktion eine Politik auf Höhe der Zeit im Landkreis gestalten, hieß es. Der bisherige Kreisvorsitzende Wolfram Günther hatte bereits im Vorfeld erklärt, nicht erneut für den Vorsitz des Kreisverbandes zu kandidieren. Nach Günthers Spitzenkandidatur zur Landtagswahl gilt der Landtagsabgeordnete aus Königsfeld als ein Kandidat für einen Ministerjob. 

In der Diskussion war die geplante Schließung von Sparkassenfilialen eines der beherrschenden Themen. Der Freiberger Stadtrat Volker Didzioneit nannte es einen Skandal, dass schon jetzt nicht mehr in allen Filialen Überweisungsterminals vorhanden seien. Gerade in vielen Landgemeinden werde beim Wegfall eines Drittels der Filialen die Bargeldversorgung zu einem großen Problem, hieß es von Versammlungsteilnehmern. Des Weiteren wurde die intransparente Informationspolitik gegenüber den Sparkassenkunden kritisiert. Diese seien vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Walter machte deutlich, dass jetzt schnelle Lösungen gefunden werden müssten. In einer Resolution beschloss die Kreismitgliederversammlung, Landrat Matthias Damm (CDU) beim Wort zu nehmen. Der Landrat und der Verwaltungsrat der Sparkasse sollen noch vor Jahresende praktikable Lösungen für die betroffenen Orte schaffen und so drohende Probleme bei der Bargeldversorgung abwenden. (FP vom 24.11.2019)